Hoher Sonnblick
Eines der höchsten kontinuierlich betriebenen Wetterobservatorien der Welt — und ein klassischer Jahresabschluss-Skitour der Ostalpen.
Über den Berg
Der Hohe Sonnblick ist mit 3106 Metern einer der markantesten Dreitausender der Hohen Tauern und Wahrzeichen der Goldberggruppe. Auf seinem Gipfel steht das Sonnblick-Observatorium — eine der höchstgelegenen, kontinuierlich betriebenen meteorologischen Forschungsstationen der Welt, in Betrieb seit 1886. Im Winter ist er einer der bekanntesten alpinen Skitourenberge der Ostalpen und ein klassischer Jahresabschluss-Berg für ambitionierte Bergsteiger.
Anstieg
Klassische Hochskitour ab Kolm-Saigurn im Rauris, Aufstieg über die Rojacher-Hütte und das Goldbergkees, ca. 5–6 Stunden, 1700 Hm, ZS (ziemlich schwierig). Steigeisen, Pickel und Seilschaft auf dem Gletscher Pflicht. Im Sommer als Hochtour gleicher Route, alpine Erfahrung erforderlich. Übernachtung im Zittelhaus (3106 m, direkt am Gipfel) möglich — eine der höchstgelegenen Schutzhütten der Ostalpen. Lawinenkundliche Beurteilung ist im Winter unverzichtbar.
Erstbesteigung
Die Region war seit dem 16. Jahrhundert wegen ihres Goldbergbaus erschlossen — die ersten Bergsteiger waren wohl Knappen und Erzsucher. Eine erste dokumentierte alpinistische Besteigung erfolgte im frühen 19. Jahrhundert. Eine entscheidende Rolle spielte Ignaz Rojacher (1844–1891), Bergbauer und Goldgräber aus Heiligenblut, der ab 1881 die Hütteninfrastruktur und 1886 das Sonnblick-Observatorium initiierte.